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Wüste(n) Natur

Die Sahara hat viele Gesichter und nicht alles was wir als Wüste bezeichnen ist – im Wortsinn – auch wirklich wüst. Die vorherrschenden Winde und die großen Entfernungen zu den umliegenden Meeren machen jedoch Regenfälle zur Ausnahmeerscheinung. Der große Durchschnitt für das Gesamtgebiet der Sahara liegt bei einem jährlichen Niederschlag von 25 Millimeter Regen; in einigen Regionen kann er bis zu 150 Millimeter erreichen, in den nördlichen Randbereichen am Mittelmeer sogar noch deutlich mehr. Zum Vergleich: für Mitteleuropa liegt der jährliche Durchschnitt bei 750 mm Niederschlag.

Der Mangel an Wasser und die extremen Temperaturunterschiede führten zu einer entsprechend unterschiedlichen Pflanzen- und Tierwelt. Die Nordsahara könnte man in weiten Bereichen auch als Wüstensteppe bezeichnen. In der Zentralsahara dagegen, mit ihren hohen Gebirgen und sehr unregelmäßigen Niederschlägen findet man nur sehr wenige Pflanzen und Tiere, meist nur in Wadis und Oasen. Die Südsahara erreichen im Sommer fast regelmäßig geringe Niederschläge, die eine Tier- und Pflanzenwelt ähnlich der Sahelzone ermöglichen.

Nach lang anhaltenden, oft sintflutartigen Regenfällen, kommt es zum Phänomen einer blühenden Wüste von vielen nur einjährigen Pflanzen. Und für alle Pflanzen und Tiere gilt: sie sind Minimalisten und extrem sparsam im Verbrauch der Ressourcen Wasser und Nahrung.